Ist es gesünder im Stehen statt im Sitzen zu arbeiten: Wahrheit oder Mythos?

Langes Sitzen und langes Stehen sind gleichermaßen schädlich für unseren Körper. In diesem Artikel klären wir, in welcher Position du für deine Gesundheit am besten arbeitest.

Kombiniertes Arbeiten im Stehen und Sitzen

Wenn du häufig am Computer arbeitest, verbringst du wahrscheinlich den Großteil deiner Zeit im Sitzen. Unsere Wirbelsäule ist nicht für 8 Stunden Sitzen ausgelegt – das birgt das Risiko von Haltungsstörungen und belastet auch andere Organe.

Den Schaden durch sitzende Arbeit kann man durch regelmäßige Pausen ausgleichen. In diesen Pausen kannst du Körperübungen machen, Augengymnastik (denn die Augen ermüden vor dem Bildschirm) und kurze Spaziergänge unternehmen. Du kannst deinen Körper aber auch unterstützen und die Risiken des langen Sitzens reduzieren, indem du im Stehen arbeitest.

Telefonkonferenzen, E-Mails lesen und viele andere Aufgaben lassen sich im Stehen erledigen. Der Positionswechsel entlastet die Wirbelsäule, steigert die Konzentration und senkt das Risiko, Krankheiten zu entwickeln.

Vorteile des Arbeitens im Stehen

1. Vorteile für die körperliche Gesundheit

Der Positionswechsel wirkt sich positiv auf den gesamten Körper aus und fördert die körperliche Gesundheit. Studien bestätigen, dass Arbeiten im Stehen zu Folgendem führt:

  • reduziertes Risiko für Adipositas und verbessertes Verdauungssystem (Studien 1, 2, 3).

  • reduziertes Risiko für Diabetes (Studien 1, 2, 3).

  • reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Studien 1, 2, 3, 4).

  • Rückenschmerzen werden reduziert und eine korrekte Haltung wird gefördert (Studien 1, 2, 3).

2. Gesteigerte Produktivität

Auch die Gehirnaktivität steigt beim Stehen – das belegen Studien (1, 2). Kognitive Funktionen verbessern sich. Ein Haltungswechsel bringt Abwechslung in die Arbeit. Routine lässt sich leichter bewältigen, und komplexe Aufgaben können "aus einem anderen Blickwinkel" betrachtet werden.

3. Psychische Entlastung

Lange in einer Position zu sitzen ist nicht ergonomisch – der menschliche Körper ist schlicht nicht dafür ausgelegt. Wenn der Körper Unbehagen empfindet, entstehen psychische Anspannung und Reizbarkeit. Das wirkt sich natürlich auf das Arbeitsergebnis aus. Abwechselndes Sitzen und Stehen reduziert Müdigkeit und Stress (Studien 1, 2, 3).

4. Förderung des kreativen Potenzials

Wenn ein Mensch seine Körperposition verändert, aktiviert er verschiedene Gehirnbereiche. Das fördert neue Ideen. Jede Veränderung, auch die der Körperhaltung, reduziert Monotonie. Und weniger Routine bedeutet mehr Kreativität.

5. Höhere Lebenserwartung

Aktuelle Studien (1, 2) haben einen engen Zusammenhang zwischen längerem Sitzen und frühzeitigem Tod festgestellt. Das überrascht kaum, angesichts der engen Verbindung zwischen sitzendem Lebensstil, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wie lässt sich ein häufiger Wechsel zwischen Stehen und Sitzen sicherstellen?

Um beim Arbeiten am Computer oder Schreibtisch häufiger die Position zu wechseln, kann man sich zwei Arbeitsbereiche einrichten: einen Sitz- und einen Stehbereich. Noch einfacher ist es, einen höhenverstellbaren Schreibtisch anzuschaffen oder einen modularen Schreibtisch zu kaufen. Heute findet man auf dem Markt eine große Auswahl an Lösungen für den stehenden Arbeitsplatz.

Eine hervorragende Lösung ist ein funktionaler Schreibtisch mit Höhenverstellung. Ein solcher Schreibtisch ermöglicht nicht nur den Wechsel zwischen Stehen und Sitzen, sondern auch die korrekte Einstellung der Tischplattenhöhe auf deine individuellen Maße: Monitorhöhe auf Augenhöhe, angenehme Tischplattenhöhe für die korrekte Arm- und Beinhaltung usw.

Checkliste: So richtest du zu Hause einen komfortablen und effektiven Arbeitsplatz ein

Um produktiv im Homeoffice zu arbeiten, solltest du dir ein kleines Home-Office einrichten. Wir haben grundlegende Tipps für die Gestaltung eines komfortablen und effektiven Arbeitsplatzes zusammengestellt:

1.Richte einen eigenen Arbeitsbereich ein

Das gibt dir das Gefühl, "zur Arbeit zu gehen." Die Versuchung, sich ablenken zu lassen und Haushaltsaufgaben nachzugehen, wird deutlich geringer.

2. Für frische Luft sorgen

Je besser die Luftqualität, desto leichter lässt es sich denken und Informationen verarbeiten. Lüfte den Raum, in dem du arbeitest, häufiger. Im Sommer empfiehlt es sich, die Fenster jede Stunde 10–15 Minuten zu öffnen, im Winter 3–4 Mal für jeweils 5 Minuten. Denke daran, regelmäßig Staub zu entfernen – auch das beeinflusst die Luftqualität.

3. Den Raum abwechslungsreich gestalten

Dekoriere deinen Arbeitsplatz nach deinem Geschmack – mit Postern, Bildern, Postkarten, Fotos und Ähnlichem. Die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz steht in direktem Zusammenhang mit der Produktivität. Eine Pflanze im Blickfeld ist immer eine gute Idee. Der Anblick von Grün hilft, Stress abzubauen und die Stimmung zu verbessern. Laut einer Studie steigerte die Dekoration eines Büros mit Pflanzen die Mitarbeiterproduktivität um 15 %.

4. Die Beleuchtung anpassen

Die beste Option ist natürliches Tageslicht. Wenn es nicht möglich ist, den ganzen Tag Tageslicht zu nutzen, verwende Lampen, die Tageslicht simulieren.

5. Stille oder angenehmen Klanghintergrund sicherstellen

Schalte alle Geräusche aus oder höre Musik zur Konzentration oder ruhige Hintergrundgeräusche, wie zum Beispiel Naturklänge.

6. Ablenkungen beseitigen

Einer der wichtigsten Tipps gegen Prokrastination ist, alles zu entfernen, was von der Aufgabe ablenkt. Entferne überflüssige Geräte und Snacks von deinem Arbeitsplatz und schließe unnötige Browser-Tabs. Wenn du dein Smartphone nicht für die Arbeit brauchst, lass es in einem anderen Zimmer. Es wurde nachgewiesen, dass die bloße Anwesenheit eines Telefons im selben Raum die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen beeinträchtigt.

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